Landeswettbewerb der Verkehrshelfer

Landeswettbewerb der Verkehrshelfer

Es war ein langer, heißer und anstrengender Tag beim Landeswettbewerb der Verkehrshelfer. Wir machten uns um 8:00 Uhr auf den Weg zur Gemeinschaftsschule Tellingstedt im Kreis Dithmarschen, ein Dorf zwischen Rendsburg und Heide mit knapp 2700 Einwohnern rund 60km von Kiel entfernt. 30 Minuten Stau von dem Kanaltunnel Rendsburg hatten wir aufgrund von Erfahrungswerten natürlich eingeplant. Dies war unser Weg: https://goo.gl/maps/W2CdfeT2gfF2

Wir vertrieben uns die Zeit während der Autofahrt mit guter Musik (wie unser Chauffeur zumindest fand) und mit Absprachen zur korrekten Schülerlotserei. Wir tauschten wissenswerte Informationen über die Eisenbahnbrücke, den Kanaltunnel, den Nord-Ostsee-Kanal, die Eider und die Eiszeit aus. Eine Baustelle führte uns vom Weg ab und wir hatten Spaß beim Lesen von Ortschaftsschildern wie Wrohm, Hohn, Horst und Oha.

In Tellingstedt pünktlich angekommen haben wir mit Schülern einiger Gymnasien über einem wirklich schwierigen Fragebogen gebrütet. Die Fragen im Theorieteil erinnerten die Verkehrsbeauftragte und verantwortliche Organisatorin der LEG Frau Perlbach an die eigene Führerscheinprüfung (Anhalteweg, Bremsweg auf trockener und nasser Fahrbahn, Parkverbot an Fußgängerüberwegen). Danach standen wir an der Hauptstraße des Dorfes, wo die Geschwindigkeiten von vorbeifahrenden Kraftfahrzeugen geschätzt werden sollte. Als Referenz diente eine Radarpistole der Polizei, bedienten von einem echten und echt netten Polizisten. Strafzettel für zu schnelles Fahren mussten von Herrn Breiden zum Glück nicht ausgestellt werden. Das Schätzen war aber für uns LEGler besonders schwer, weil bei uns vor der Schule nur 30 km/h gefahren werden darf. Auf der Hauptstraße in Tellingstedt waren 50 km/h erlaubt. Aber den Glauben an gute Platzierungen haben wir dennoch nicht verloren.

Danach durften wir in die kühle Mensa und waren begeistert von der deftigen Mahlzeit. Es gab Schnitzel mit Kartoffeln und Gemüse! Während die Jury sich um die Auswertung von Theorieprüfungsbögen und Schätzaufgaben kümmerte, haben wir einen Ausflug in die Kiesgrube der Firma Holcim bei Schalkholz unternommen und dort viel über die Gefahren von Baggerseen (tiefes und kaltes Wasser), Ablaufzonen (Gefahr des Versinkens bis zum Bauchnabel) und richtig großen Baggern (toter Winkel) gelernt, deren Schaufeln 6000kg Sand heben können. Im Anschluss fanden wir uns wieder in der Gemeinschaftsschule zur Preisverleihung ein, bei der alle Schüler der LEG eine Urkunde und wahlweise einen 25-Euro-Gutschein eines großen Elektronikmarktes oder ein Handtuch mit Verkehrswachtlogo erhalten haben. Da das Handtuchpräsent von Dietmar Benz, dem Präsidenten der Verkehrswacht Schleswig-Holstein eher ein Witz war, dürfen wir Allen zum Gutschein gratulieren. Herzlichen Glückwunsch! Die Plätze 1 bis 3 gingen an andere Schulen. Der Erstplatzierte darf nun zum Bundeswettbewerb nach Hannover fahren. Wir wünschen ihm viel Erfolg!

Überrascht wurden wir von einem Kamerateam von Sat1 und haben es tatsächlich am gleichen Tag noch ins Fernsehen geschafft. Um 17:30 lief bereits die Sendung, die passend zur Sendezeit ebenfalls “17:30” heißt und Regionalnachrichten aus Schleswig-Holstein und Hamburg bringt. Wer die Ausstrahlung verpasst hat, klickt einfach auf diesen Link:
https://hamburg.sat1regional.de/aktuell-hh/article/schleswig-holstein-kuert-beste-schuelerlotsen-des-landes-238540.html

Falls der nicht mehr funktioniert: https://hamburg.sat1regional.de/ klicken und in der Rubrik “Verschiedenes” nach unserem Beitrag suchen.

Wir sind ganz ehrlich: Wir haben die Reporter nicht bestochen, obwohl es den Anschein hat! Unsere Verkehrshelfer waren von allen Beteiligten einfach die Sympatischsten – und so sind AUSSCHLIESSLICH unsere Schülerinnen und Schüler im Bild und im Interview! Kathrin, Veronica, Cedric und Florian haben stellvertretend für alle spitzenmäßigen und zuverlässigen Verkehrshelfer der 7. Klassen richtig gute Werbung gemacht und unsere Schule toll repräsentiert! Als der Reporter im Vorbereitungsgespräch provokant fragte, wer denn dieser Leif Eriksson gewesen sei, der unserer Schule den Namen leiht, riefen vier Kehlen zugleich: “Ein Wikinger!” 
Die Weltkundeeinheit “Entdecker und Eroberer” hat also bleibenden Eindruck hinterlassen.

Unsere Verkehrshelfer berichten bei Sat1 über den Zweck der Aktion. Sie berichten auch von den Vorteilen und den Gefahren im Verkehrshelferalltag. Der Beitrag ist es absolut wert angesehen zu werden. Die Presse war auch anwesend. Die Dithmarscher Landeszeitung hat eine Kurzversion des Artikels bereits online: 
http://www.boyens-medien.de/artikel/dithmarschen/willem-bloching-ist-der-beste.html

Bei bestem Wetter erlebten wir einen schönen, erfolgreichen und zugegeben auch sehr langen Ausflug. Den großen Eisbecher in der Eisdiele in Fockbek, die Kühlung durch die Klimaanlage im Auto und den Taxidienst bis vor die Haustür haben sich unsere Heldinnen und Helden redlich verdient. Ankunft in Kiel war gegen 18:00 Uhr. 

Ahoi!
Timo Nehring